- Fibromyalgiesyndrom: Kann Cannabis Symptome lindern?
- Randomisiert-kontrollierte Studie mit 24 Patienten
- THC und CBD (Delta-9-Tetrahydrocannabinol:Cannabidiol im Verhältnis 1:1; 10 mg/ml)
- 4 Wochen Aufdosierung, 12 Wochen stabile Dosis Cannabis oder Placebo
- Kleine Studie mit vielversprechenden Hinweisen: Schmerzlinderung und gute Verträglichkeit
DCP – Eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 24 Patienten mit Fibromyalgie fand vielversprechende Symptomlinderung mit Cannabis in einer 1:1 Mischung von THC und CBD im Vergleich zu einem Placebo. Aufgrund der kleinen Population müssen diese Hinweise mit Vorsicht interpretiert und in weiteren Studien geprüft werden.
Fibromyalgie ist ein chronisches Syndrom, das besonders mit Muskelschmerzen in verschiedenen Bereichen des Körpers und starker Erschöpfung die Lebensqualität stark beeinträchtigt. Es kann als primäre Erkrankung, aber auch infolge beispielsweise einer rheumatoiden Arthritis auftreten.
Fibromyalgiesyndrom: Kann Cannabis Symptome lindern?
Eine randomisierte, doppelblind mit Placebokontrolle durchgeführte Studie untersuchte nun die Machbarkeit und Verträglichkeit einer Behandlung mit THC und CBD (Delta-9-Tetrahydrocannabinol: Cannabidiol im Verhältnis 1:1; 10 mg/ml) bei Erwachsenen mit Fibromyalgie. Die Behandlung erfolgte mit einer Aufdosierung über 4 Wochen zu einer stabilen Dosis, die anschließend über 12 Wochen beibehalten wurde.
Randomisiert-kontrollierte Studie mit 24 Patienten: 4 Wochen Aufdosierung, 12 Wochen stabile Dosis Cannabis oder Placebo
Insgesamt nahmen 24 Personen an der Studie teil, von denen 91,7 % (22/24) die Studie zu Ende durchführten. Die Adhärenz war hoch: Alle Teilnehmer nahmen mindestens 90 % ihrer randomisiert zugeteilten Dosen (Placebogruppe versus Cannabisgruppe) wie verschrieben ein. Die Behandlung wurde in dieser kleinen Studiengruppe gut vertragen. Unerwünschte Ereignisse waren typischerweise mild, es gab keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse. Sekundär ermittelte Effekte auf die Symptome der Fibromyalgie deuteten auf mittelgroße bis große Effekte zwischen den Behandlungsgruppen mit Vorteilen von Cannabis für die Schmerzlinderung, Schlafqualität und Beeinträchtigung durch die Fibromyalgie.
Klinisch bedeutsame Verbesserungen in der Beeinträchtigung durch die Fibromyalgie (FIQR; mit vordefinierter Schwelle von 45,5 %) traten bei 40 % der Teilnehmer in der Cannabisgruppe ein im Vergleich zu 10 % in der Placebogruppe. Eine Schmerzreduktion um mindestens 30 % wurde von 70 % der Cannabisgruppe sowohl nach der Aufdosierung und als auch in Woche 12 der Phase mit stabiler Dosis berichtet. In der Placebogruppe erreichten 20 % nach der Aufdosierung und 40 % in Woche 12 diese Schmerzreduktion. Es konnten keine signifikanten Änderungen in Fatigue und Ängsten oder Depressionen festgestellt werden.
Kleine Studie mit vielversprechenden Hinweisen: Schmerzlinderung und gute Verträglichkeit
Aufgrund der kleinen Population müssen diese Hinweise mit Vorsicht interpretiert und in weiteren Studien geprüft werden, betonen die Autoren. Jedoch deute die Studie auf vielversprechende Symptomlinderung mit Cannabis in einer 1:1 Mischung von THC und CBD bei Fibromyalgie.